07. August 2015

Was macht ein SAP-Berater?

Was macht ein SAP-Berater?

Im Bereich Unternehmenssoftware ist der baden-württembergische Softwarehersteller SAP weltweit der unangefochtene Spitzenreiter mit individuellen Produktlösungen für die Abwicklung betriebswirtschaftlicher Prozesse. Die hohe Verbreitung der Software bringt mit sich, dass in der Arbeitswelt entsprechende SAP-Kenntnisse vielfach nachgefragt werden.

Dies betrifft sowohl die Anwender von SAP-Software als auch diejenigen, die für die Einführung dieser Software zuständig sind: die SAP-Berater. Sie sind auf dem IT-Arbeitsmarkt hart umkämpfte Mangelware.

 

Wie wird man SAP-Berater?

SAP-Berater haben häufig einen betriebswirtschaftlichen oder informationstechnologischen Hintergrund und da es keinen vorgeschriebenen Bildungsweg für angehende SAP-Consultants gibt, gehen viele an der SAP-Beratung Interessierte den Weg über eine von SAP zertifizierte Weiterbildung. SAP bietet unterschiedlichste Module für verschiedene Branchenzweige an, etwa in der Logistik, im Personal- und Rechnungswesen. Analog dazu gibt es SAP-Beraterschulungen, die sich auf einzelne Softwaremodule spezialisieren, etwa die Schulung SAP ERP FI für Finanzbuchhaltung oder SAP ERP PP für Produktionsplanung und –steuerung. Ein SAP-Berater muss sich aber nicht nur das technische Know-how aneignen, sondern auch breites Wissen über den angestrebten Branchenzweig mitbringen.

 

Welche Aufgaben hat ein SAP-Berater?

SAP-Berater stehen ihren Kunden bei der Einführung von SAP-Softwarelösungen mit Rat und Tat zur Seite. Teilweise machen sie die Angestellten auch mit einer internen Schulung fit in Sachen SAP. Auf dem Stellenmarkt sind SAP-Consultants deshalb so gefragt, weil sie an der Schnittstelle zwischen IT und Betriebswirtschaft im Einsatz sind und sowohl die Sprache der Informatiker als auch die der BWLer sprechen und verstehen müssen. Hierbei sind also neben analytischen Fähigkeiten auch kommunikative Soft Skills von Bedeutung.

Die Aufgaben des SAP-Consultants erstrecken sich dabei von der Prozessanalyse bis hin zur Installation der SAP-Software in Unternehmen. Um die speziellen Bedürfnisse verschiedener Unternehmen zu erfüllen, kann die Software individuell auf den Kunden zugeschnitten werden. Mit der erfolgreichen Einrichtung der Software ist die Arbeit des SAP-Beraters aber noch nicht getan: Veränderte Prozessabläufe im Unternehmen erfordern eine stetige Anpassung der Software. Für diese laufende Weiterentwicklung ist der SAP-Experte ebenso verantwortlich. Ihre Tätigkeit können SAP-Berater dabei als interne Angestellte eines Unternehmes ausüben, aber auch als Freelancer von Firmen beauftragt werden. Letztgenanntes ist mit häufigen Dienstreisen verbunden.

 

Welche Berufsaussichten hat ein SAP-Berater?

Erfüllen SAP-Berater die vielseitigen Anforderungen, eröffnen sich ihnen sehr gute Verdienstmöglichkeiten, die aber auch von Praxiserfahrung und Branche abhängen. Besonders gute Aussichten bieten sich derzeit in der Chemie- und Pharmaindustrie, aber auch Banken und Versicherungen locken mit hohen Gehältern.

 

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